Wir über uns

Kehrenbürger LICHTENBERG

Wir sind eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger aus Berlin-Lichtenberg, altersmäßig von relativ jung bis gemäßigt alt :-).

Unsere Gruppe gründete sich im September 2018. Ursprünglich organisierten wir uns ausschließlich über nebenan.de – inzwischen betreiben wir mehrere Kanäle über social media sowie seit Juli 2021 eine Website. Seit Anbeginn werden wir dankenswerterweise durch die BSR und ihre Kehrenbürger-Initiative unterstützt (-> https://www.bsr.de/kehrenbuerger-21018.php), woraus sich nach einiger Zeit auch unser Name ergab.

Regelmäßig treffen wir uns meist am ersten Samstag eines Monats, um in der Gegend zwischen Nöldnerplatz und Treskowallee dem Unwesen des Mülls den Kampf anzusagen. Darüber hinaus sind wir auch in Karlshorst unterwegs oder kooperieren mit CleanUps in Treptow-Köpenick und Kreuzberg. In bisher (Stand August 2021) 30 offiziellen Aktionen haben wir vorsichtig geschätzt 8 Tonnen Müll aus den Grünanlagen in Lichtenberg entfernt, vermutlich eher deutlich mehr. 

Angefangen haben wir mit 10 Leuten, im Kern zwei benachbarte Familien – heute folgen uns nach knapp drei Jahren über 350 Menschen auf verschiedenen Kanälen, haben sich um die 150 Menschen bei uns beteiligt, sehr viele davon mehrfach und/ oder seit Jahren (wir führen nämlich fast seit Anfang an Buch darüber 😀 ).

Durch den Lockdown im März 2020 wurden wir sehr geschwächt: Nicht nur, dass es nun galt, die Hygienebestimmungen im Auge zu behalten – nicht nur, dass uns dadurch die Zahl der Beteiligten verständlicherweise massiv einbrach – auch die BSR stellte die Unterstützung komplett ein: Weder Müllentsorgung noch Materialbereitstellung waren möglich.

Bis heute ist das Ausmaß an Unterstützung nicht wie früher – auch wenn die BSR sich im Rahmen dessen, was möglich war/ ist, sich immer als verlässlicher und zugewandter Partner zeigte und zeigt.

So waren wir gezwungen, den Müll zu entsorgen, indem wir ihn mit nachhause nahmen oder Discounter baten, ihre Container nutzen zu dürfen.

Erleichtert wurde manches dadurch, dass wir viele Materialien für hunderte Euro selbst gekauft hatten wie ein Lastenrad, Zangen, Müllbeutel – oder wir finanzielle Unterstützung seitens der Stadtteilkoordination sowie durch den Kiezfonds erhielten, nochmals Danke dafür!

Im September 2020 sahen wir uns somit fast auf einem schlechteren Stand als zu Beginn: Massive Beschränkungen, kaum Beteiligte, keine Hilfen – rein ehrenamtlich, seit eh und je ohne die finanziellen Möglichkeiten eines Vereins, der u.a. mit Mitgliedsbeiträgen arbeiten kann.

Trotzdem: Wir leben noch! Und wir wachsen wieder!

Nicht zuletzt:

Es ist immer wieder ein Highlight zu erleben, wie sehr diese Aktionen verbinden: Gemeinsam etwas zu schaffen, generationen- und selbst bezirksübergreifend:

Bei uns helfen vom rührigen Kleinkind bis zum eher gesetzt unterwegs befindlichem Seniorenalter unterschiedliche Generationen mit; Menschen aus Lichtenberg werden unterstützt durch Helfende aus Potsdam, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Köpenick; Menschen aus verschiedenen Nationalitäten treffen aufeinander; Alteingesessene arbeiten neben teils erst seit kurzem in Deutschland befindlichen Flüchtigen – kurz: eine bunte fidele Gesellschaft, die Brücken baut zwischen Menschen, die in einem Ziel vereint sich zusammentun.

Es ermutigt zudem, wenn man sieht, wie ständig neue Gesichter dazukommen, sich Menschen uns spontan bei einer Aktion anschließen, herzlich danken oder auch, wie viele andere Menschen hier im Kiez oder berlinweit eigene CleanUps organisieren.

Natürlich unterstützen wir diese Initiativen mit Material und/ oder Tat und beteiligen uns an Aktionen in anderen Kiezen (https://kehrenbuerger-lichtenberg.org/kooperationen-2/) oder bewerben diese (https://kehrenbuerger-lichtenberg.org/cleanups-im-kiez-im-umfeld/).

Damit steht unsere Tätigkeit für gelebte Demokratie und ein buntes Land, denn Religion und Herkunft oder sexuelle Orientierung, sozialer Stand oder Ausbildung, ob alt oder jung spielen keine Rolle, wenn man sich beim gemeinsamen CleanUp kennenlernt, ins Gespräch gerät mit Menschen, an denen man sonst vorbeigelaufen wäre. Daneben ist es natürlich auch die Freude, gemeinsam etwas für die Umwelt zu schaffen.

Dass dies alles seit Jahren möglich ist, verdanken wir vor allem der BSR bzw. ihrer Kehrenbürger-Initiative (https://www.kehrenbuerger.de/index.php) und deren Unterstützung!

Daneben danken wir der Stadtteilkoordination Lichtenberg (http://www.stk-lichtenbergmitte.de/) für Rat und Tat sowie der fLotte Berlin (https://flotte-berlin.de/) für Lastenräder.

Und natürlich danken wir last but not least allen denjenigen, die unsere Aktionen teils seit Jahren treu unterstützen: Ohne euch wäre alles nicht möglich!