03 Obdachlos – Straßenmagazine

Wir alle kennen es vermutlich: Den Kontakt mit den Hinterlassenschaften von Obdachlosen, Drogenabhängigen, Trinkern usw., die alle in ihrer Vielfalt individuell wahrzunehmen sind. Es gilt allemal nicht obdachlos = trinkend = verwahrlost = ungebildet und was uns sonst an Klischees, Zuschreibungen durch den Kopf geht. Alle diese sind unsere Mitmenschen, Mitbürger, für die es Verständnis zu entwickeln gilt – übrigens alles Menschen mit einem deutlich besseren ökologischem Fußabdruck als unsereiner, die wir uns für die Umwelt einsetzen. Und so, wie es hier eine Seite gegen fehlende Empathie gibt, gibt es konsequenterweise eine Seite für Empathie.

Und denkt daran: Der Kauf einer Straßenzeitung ermöglicht den Menschen ein bescheidenes Zubrot und die Würde, für sich einzustehen.

  • Seit Frühjahr 2020 erscheint mit dem strassenfegerMAG der offizielle Nachfolger der Straßenzeitung und wird vom selben Verein (seit 2018: Strassenfeger e. V., ehemals: mob e. V.) entwickelt und vertrieben. […] Das strassenfegerMAG ist offizielles Mitglied des Internationalen Netzwerks der Straßenzeitungen (INSP), behandelt thematisch weiterhin die prekäre Lebenssituation von obdach- und wohnungslosen Menschen mit Fokus auf Berlin-Brandenburg, öffnet sich aber auch neuen sozialen Themen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Strassenfeger_(Stra%C3%9Fenzeitung)
  • Die Motz (eigene Schreibweise: motz) ist eine in Berlin erscheinende Straßenzeitung.
  • Streem ist ein Berliner Kunstmagazin. Es ist bundesweit das erste Straßenmagazin, das für bedürftige und obdachlose Menschen gratis erhältlich ist. Es bietet ambitionierten Künstlern ein Forum und wird von bekannten Persönlichkeiten unterstützt. Ansprechen soll Streem vor allem junge Leute.
  • Hinz&Kunzt ist ein Straßenmagazin, das überwiegend von obdach- oder wohnungslosen Menschen in der Region Hamburg vertrieben wird. Es erscheint seit November 1993 monatlich im gemeinnützigen Verlag Hinz&Kunzt GmbH. (https://de.wikipedia.org/wiki/Hinz%26Kunzt)

https://www.hinzundkunzt.de/

Hinz&Kunzt kann übrigens auch abonniert und dann per Post zugestellt werden.

  • Ein Überblick mit Beispielen für Straßenzeitungen aus Deutschland findet sich bei Wikipedia (dort gibt es auch Beispiele aus Österreich, der Schweiz oder international – also haltet die Augen offen) – allerdings scheinen nicht mehr alle Zeitungen zu existieren: