03 Obdachlos – Straßenmagazine

Wir alle kennen es vermutlich: Den Kontakt mit den Hinterlassenschaften von Obdachlosen, Drogenabhängigen, Trinkern usw., die alle in ihrer Vielfalt individuell wahrzunehmen sind. Es gilt allemal nicht obdachlos = trinkend = verwahrlost = ungebildet und was uns sonst an Klischees, Zuschreibungen durch den Kopf geht. Alle diese sind unsere Mitmenschen, Mitbürger, für die es Verständnis zu entwickeln gilt – übrigens alles Menschen mit einem deutlich besseren ökologischem Fußabdruck als unsereiner, die wir uns für die Umwelt einsetzen. Und so, wie es hier eine Seite gegen fehlende Empathie gibt, gibt es konsequenterweise eine Seite für Empathie.

  • Das Leben auf der Straße hat seine eigenen Regeln: Alles ist öffentlich, nichts ist privat. Zwangsläufig ändert sich die Perspektive auf die Stadt, wenn man obdachlos wird, wenn Straßen, Parks und Bahnhöfe zu Lebensmittelpunkten werden. Unsere Stadtführungen schärfen die Sinne für diese andere Wahrnehmung Berlins. Menschen, die selbst betroffen waren, informieren über Wohnungs- und Obdachlosigkeit in der Hauptstadt und berichten von ihrem Leben auf der Straße.